JAKO hat alles Potenzial verschenkt

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Wenn man die Musik mal leiser dreht, hört man es leise klatschen. Das ist das deutsche Twitter gegen #JAKO. Ganz bittere Nummer, da hat ein Unternehmen versucht, eine unwichtige, vielleicht sogar böse formulierte Kritik am neuen Logo zu verbieten. Der Blogger hat die Abmahnung sogar anstandslos hingenommen und den Eintrag gelöscht, doch irgendein Bot einer unwichtigen, ausländischen Newssite hatte den Eintrag wohl noch gespeichert. Das hat JAKO dann zum Anlass genommen, den Blogger noch einmal abzumahnen, diesmal mit deutlich erhöhter Strafe (gibt es eigentlich schon einen Spendenkonto?). Der Rest wird gerade Geschichte und zwar eine richtig teure für JAKO.

Im Sekundentakt wird die JAKO Geschichte aktuell retweetet und es läuft auch langsam in den Blogs an. Ein immenser Imageschaden für die Firma, der sehr langwierig repariert werden muss. Aber vor allem schnell, weil es im Minutentakt schlimmer wird. In der Zeit, die es braucht, diese paar Zeilen zu tippen, wurde “JAKO” 76… Moment… 78 weitere Male bei Twitter erwähnt. Und das sind nur die Multiplikatoren bei Twitter, wieviele Leute die Story “nur” konsumieren, kann man nirgendwo sehen.

Was JAKO jetzt machen könnte, ausser die Abmahnung ganz schnell zurückziehen und alles zurückzahlen, ist eine spannende Frage. Interessant ist aber auch, wie schlecht JAKO von Anfang an agierte: der Kritiker wurde einfach abgemahnt. Dass sich da jemand die Zeit nimmt, sich mit der Marke zu beschäftigen, wurde offensichtlich nicht gesehen. Wieso ist JAKO nicht in den Kommentaren auf die Kritik eingegangen? Man hätte zeigen können, dass man sich um seine Kunden bemüht. Und vielleicht hätte man die Kritik sogar positiv verwerten können. Stattdessen wurde erstmal abgemahnt. Das ist ganz bitter für eine Firma, die von den kleinen Dorf- und Kneipenmannschaften lebt und eigentlich von der Authentizität von Bloggern nur profitieren könnte.

Mittlerweile sind es 161 neue Tweets zu “JAKO”.

1. September 2009

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